1.
Grundlagen, Grundsätze und Leitbild Der
AWO
Ortsverein
Strausberg führt seit 1992 Feriencamps durch. Grundlage sind unsere
selbst erarbeiteten Grundsätze und das Leitbild der AWO Kinder- und
Jugendreisen Strausberg (LINK setzen). Seit dieser Zeit entstand ein
Stamm von 50 Betreuern. Die Betreueraus- und -weiterbildung orientiert
sich an
- den Leitsätzen des Bundesforums
für Kinder- und Jugendreisen - der
Qualitätskriterien des Fachverbandes für Jugendreisen - Reisenetz - dem
pädagogischen Konzept des AWO Bundesjugendwerkes - den
Qualitätskriterien der Aktion GUT DRAUF (Label der BzgA) - den
Ausbildungsinhalten der Jugendleitercard des Landes Brandenburg - dem
erreichten Gütesiegel „Servicequalität Brandenburg Stufe I“ - den
Qualitätsstandards des Landkreises Märkisch-Oderland
Die
Ausbildung wird durch die AWO Strausberg in Verantwortung des
Vereinsvorsitzenden Uwe Prinz (Diplomsozialarbeiters/Sozialpädagogen,
Erlebnispädagogen und Trainer der BzgA im Projekt GUT DRAUF)
durchgeführt. Er besitzt eine fast 20jährige Erfahrung und hat rund 30
Freizeiten selbst geleitet. Er leitet den Bereich AWO Kinder- und
Jugendreisen Strausberg ehrenamtlich. Die Umsetzung der Schulung
erfolgt durch die erfahrensten Betreuer – unser Ausbildungsteam des
Jugendwerkes der AWO Strausberg.
Unsere
Schwerpunkte für die Gestaltung erlebnisreicher Ferien sind: Soziales
Lernen GUT DRAUF Spiel- und Erlebnispädagogik
Der
Ansatz GUT DRAUF, ein Projekt der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung findet seit 2004 bei uns Anwendung in allen Freizeiten. GUT
DRAUF heißt BEWEGUNG, die Spass macht, gesunde und leckere Ernährung
und ERHOLUNG und ENTSPANNUNG. Diese Hauptsäulen finden sich in
verschiedensten Programmbausteinen, die über den Tag als Spannungsbogen
aufgebaut sind. Nunmehr verbinden wir dies mit unseren o.g.
Schwerpunkten.
2. Ziele der Betreueraus- und
weiterbildung - die Motivation und
soziale Kompetenzen von
sozial Engagierten zu stärken, - Betreuerkompetenzen und
damit verbunden umfassendes pädagogisches, rechtliches und
organisatorisches Wissen zu vermitteln, - pädagogisches
Handwerkszeug und Fertigkeiten zu erlernen, zu trainieren und zu
festigen, - Anregungen für den Campalltag zu geben und -
die Teams zu festigen - Campleiter und Führungskräfte zu
entwickeln.
Selbsterfahrung in der
sozialpädagogischen Gruppenarbeit, im Rahmen von GUT DRAUF und der
Spiel- und Erlebnispädagogik und bildungspolitische Jugendwerksarbeit
sind ebenfalls Bestandteil der Zielsetzung. In der Betreuerschulung
sollen sich die Teams finden, ausprobieren und festigen. Die Schulung
soll Spaß machen und Enthusiasmus erzeugen. Als AWO sind wir
gemeinnützig und selbstlos tätig, Unsere Kinder- und Jugendreisen
werden vom Vereinsvorsitzenden und den Jugendwerksbetreuern
ehrenamtlich organisiert. Wir finanzieren lediglich eine Bürostelle für
die Buchungen mit 10 Stunden.
3. Wie werde ich
Betreuer? 1.
Schritt:
schriftliche Bewerbung (hier
auf der Webseite mit dem Formular) LINK setzen oder anrufen
03341-311968, 0172-3044067 2. Schritt
Rückruf durch AWO Büro, Telefoninterview (Gründe, vorhandene
Kompetenzen...) 3. Schritt
Teamertreffen mit allen Neuen in Strausberg/Berlin +
Jugendwerksvertreter (2 Std.) 4. Schritt
Erstschulung-Hauptschulung-fakultative Schulungen
Einsatz
4.
Betreuervoraussetzungen
Das
qualifizierte
Betreuerteam ist eine der Grundlagen erfolgreicher Kinder- und
Jugendreisen. Wer diese Verantwortung übernimmt, muss sich dessen
bewusst sein. Campleiter und Betreuer sind Repräsentanten der AWO.
Ab
16 Jahre ist der Einsatz als Betreuerhelfer möglich. Vorrang haben
langjährige Teilnehmer. Die Leitung einer Gruppe erfolgt gemeinsam mit
einer Betreuer, der die rechtliche Verantwortung trägt.
Ab
18 Jahren ist der Einsatz als Betreuer in alleiniger rechtlicher
Verantwortung möglich.
Campleiter müssen die
Jugendleitercard besitzen und sollten mehrjährige Betreuererfahrung
oder eine sozialpädagogische Ausbildung (oder angrenzende
Fachrichtungen) haben. Sie können sich auch in der Ausbildung befinden.
(mind. 4. Semester) Alle auf Betreuer zutreffende Aussagen gelten für
die Campleiter.
Der Träger muss den Betreuer
persönlich kennen und die Fähigkeit zum Betreuereinsatz einschätzen.
Nach einem standardisierten Telefoninterview erfolgt ein persönliches
Erstgespräch durch den Vorsitzenden oder den Jugendwerksvorstand.
Danach wird der Bewerber in die Betreuerrundmail aufgenommen und erhält
so alle wichtigen Informationen. Alle Betreuer müssen an den
jährlichen Betreuerschulungen teilnehmen. Diese wird nachgewiesen.
Ausnahmen sind auf Grund beruflicher oder anderer wichtiger Gründe im
Einzelfall bei erfahrenen Betreuern möglich. Darüber entscheidet der
Vorsitzende. In den letzten 2 Einsatzjahren muss 1 Schulung erfolgt
sein.
Betreuer müssen die Aus- und
Weiterbildungsdokumentation als Handlungsgrundlage kennen.
Unabhängig
von der Betreuerweiterbildung wird der Campleiter individuell
eingewiesen.
Betreuer sollten den Führerschein
besitzen.
ALLE
Betreuer müssen eine gültige erste
Hilfeausbildung nachweisen und spätestens bis 2 Wochen vor Campbeginn
ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Die Kosten dafür übernimmt
die AWO.
Betreuer dürfen nicht
alkohol-, medikamenten- oder drogenabhängig sein. Sie müssen frei von
ansteckenden und meldepflichtigen Krankheiten gemäß
Infektionsschutzgesetz sein. Sie müssen körperlich, geistig und
psychisch in der Lage sein, Betreuerverantwortung zu übernehmen. Dies
setzt Teamfähigkeit voraus.
Eine Betreuertätigkeit
schließt fremdenfeindliche, rechtsradikale, gewalttätige, pädophile
oder sexistische Einstellungen und Handlungen aus. Sie dürfen keinen
Eintrag im Melderegister haben.
Betreuer mit
besonderen Fähigkeiten (sportlich, kreativ, künstlerisch, sprachlich
...) werden sehr gern einbezogen. Sie können und sollen ihre
Kompetenzen in die Reisen tragen und in der Gemeinschaft ausprobieren.
5.
Betreuerkompetenzen Fachkompetenz - Pädagogische,
sozialpädagogische, erlebnis- und spielpädagogische Grundkenntnisse - Sport-,
und Bastelkompetenz - Geschichten und Märchen
erzählen können, keine Scheu vor dem Singen und Tanzen - Rahmen
gestalten können – gemeint ist das tägliche Allerlei (Wecken,
Aufräumen, Tischdienst, Koffer packen usw.) - Fachkompetenz
im Medium (Klettern, Kanu, Segeln, Ski fahren, ...) - Rechtliche
Grundkenntnisse (Aufsichtspflicht, Hygiene, Reiserecht) - Medizinische
Grundkenntnisse (1.Hilfekurs) - Trägerkenntnis
(Geschichte, Leitbild, handelnde Personen)
Soziale
Kompetenz - Kontaktfreudigkeit, Aufgeschlossenheit,
Toleranz,
Emotionalität - Teamfähigkeit, Motivationsfähigkeit,
Führungsfähigkeit - Kommunikationsfähigkeit,
Wahrnehmungsfähigkeit - Empathie
(Einfühlungsvermögen),
Trösten können, Verständnis haben, Gerechtigkeitssinn
Strategische
Kompetenz - Organisationsfähigkeit - Problemlösungs-
und Entscheidungsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen - Kostenbewusstsein
Individuelle
Kompetenz - Fähigkeit zur Selbstkritik,
Eigenmotivation, Engagement, Verantwortungsbereitschaft - Konfliktfähigkeit,
Reflexionsvermögen, Selbstorganisationsfähigkeit - Flexibilität,
Kreativität, Ideenvielfalt, Spontaneität - Spaß haben
wollen und Späße aushalten können, Humor - Sollte
authentisch sein, keine Rolle spielen, sich selbst nicht so wichtig
nehmen - Hohe physische und psychische Belastbarkeit
(mit wenig Schlaf auskommen können)
Interkulturelle
Kompetenz - Beschreibungs- und Erklärungsfähigkeit in
Bezug auf eigen-, fremd- und interkulturelle Prozesse, - Fremdsprachenkenntnis
Diese
Kompetenzen haben sich in den letzten Jahren als wichtig
herauskristallisiert.
Einen perfekten Betreuer gibt
es jedoch nicht!
Dabei wissen wir, dass neue
Betreuer Zeit benötigen, sich diese Kompetenzen schrittweise im Team
anzueignen. Wir unterstützen die neuen Betreuer, indem sie mit
erfahrenen Betreuern gemeinsam arbeiten und wir offen für alle Fragen
sind.
6. Organisation der Schulungen Erstschulung
04.-06.05.2012
Frei-So
Strausberg 20 Std. Mit
den neuen Betreuern, die in jedem Jahr einsteigen oder mit
Betreuerhelfern ab 16 Jahre und mit Betreuern, die erst einmal mitwaren
und für Campleiter wird ein Grundlagen- und Wiederholungskurs
durchgeführt. Dabei geht es vorrangig um die Vermittlung der Grundsätze
der AWO-Kinder- und Jugendreisen, rechtlicher und pädagogischer
Grundlagen und das Wecken von Verständnis für die Aufgaben der
Arbeiterwohlfahrt. Das gegenseitige Kennenlernen steht im Vordergrund
und der Einstieg in das Betreuerleben.
Hauptschulung
25.-28.05.2012 3
ÜN/VP Beeskow
35 Std. für alle Pflicht!-ohne kein Einsatz
(Ausnahmen im Einzelfall entscheidet der Vorsitzende) Jedes
Jahr zu Pfingsten findet die viertägige Schulung mit 3 Übernachtungen
in einem AWO GUT DRAUF Haus in Beeskow oder Kemlitz bei Luckau statt.
Hier gibt es immer ein Hauptthema, welches mit GUT DRAUF-Methoden
verknüpft wird.
Folgende Themen werden in den
Betreuerschulungen grundsätzlich behandelt: - Sozial-,
erlebnis- und spielpädagogische Grundlagen - Reiserecht,
Aufsichtspflicht, Jugendschutz - Kommunikation -
Sexualität und Hygiene - Mediation - GUT DRAUF Konzept -
Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Reise - Krisen
– und Notfallmanagement - Finanzierung, Abrechnung,
Nachweisführung - Jugendwerksarbeit
GUT
DRAUF Aktionstag in Strausberg - praktische
Umsetzung von GUT Drauf im Rahmen einer Tagesaktion mit Kindern
Erlebnispädagogische
Schulung fakultativ
vorauss. Familiengarten Eberswalde - Grundlagen der
Erlebnispädagogik - Erlernen der klettertechnischenAbsicherung
von Kletteraktionen - Selbsterfahrung - Bau und
Betreuung von Niedrigseilelementen - Materialkunde -
Sicherheitskonzept
Externe GUT DRAUF Schulung durch
die BzgA Jedes Jahr schicken wir 3-5 Betreuer zur GUT DRAUF
Basisschulung der BzgA. Man erhält das GUT DRAUF Teamerzertifikat und
wird vorrangig in GUT DRAUF Reisen der AWO eingesetzt.
1.
Hilfe Jeder Betreuer muss eine Ausbildung in der Ersten Hilfe
nachweisen (16 Std.! - der Kurs für die Fahrerlaubnis reicht nicht aus!
Dieser geht nur 8 Std. und beinhaltet nur die lebensrettenden
Sofortmaßnahmen). Der Nachweis darf nicht älter als 3 Jahre sein. Die
Ersthelferausbildung führen verschiedene Anbieter durch. Der Betreuer
muss sich darum selbst bemühen. (DRK, ASB) Die Kosten werden nicht
übernommen.
Wir nehmen gern Betreuer mit Erfahrungen
und/oder die bereits die JULEICA haben auf. Dies ersetzt jedoch bei uns
nicht die Schulung!
Wir wünschen uns Betreuer, die
möglichst mehrere Jahre bei uns bleiben.
7. Kosten 1.
Hilfe Kurs
30,00 - 40,00 € je nach Anbieter AWO Erst- und
Hauptschulung
40,00 € Erlebnispädagogische
Schulung
40,00 €
8. Was verdiene ich als Betreuer? Wenn
es nach dem Wort „verdienen“ ginge, dann müßten Betreuer viel Geld
bekommen. Sie leisten eine verantwortungsbewußte Arbeit und sind fast
rund um die Uhr im Einsatz. Im Interesse der Beteiligung von Kindern
aus sozial benachteiligten Elternhäusern wollen wir die Elternbeiträge
in unseren eigenen Inlandcamps sozial verträglich gestalten. Unsere
Betreuer bekommen eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 10,00 €,
Campleiter erhalten 13,00 € pro ÜN.
9.
Jugendwerks-Jahrestreffen Leuchtende
Kinderaugen, Tränen beim
Abschied, Grilleinladungen der Eltern als Dank an die Betreuer und
tolle Bewertungen sind der Dank der Teilnehmer. Unglaubliche und
vielfältige Erlebnisse, Eindrücke, die man nicht vergißt, die
Entwicklung von Teams, wenig Schlaf der Betreuer und ein
Superzusammenhalt der Betreuerteams -all das und noch viel mehr sind
Kinder- und Jugendreisen der AWO. Sie machen Spass! Damit unsere
Betreuer sich auch auf das nächste Jahr freuen können, treffen wir uns
im Winter zum Jugendwerks-Jahrestreffen, werten die Camps aus, bereiten
die neue Saison vor und feiern uns selbst. Das haben wir uns verdient!
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