Termine 2012


- Erstschulung in Strausberg Freitag – Sonntag 04.-06.05.2012
- Hauptschulung in Beeskow  25.-28.05.2012
- GUT DRAUF Schulung der BzgA   Termin noch nicht bekannt

 
1. Grundlagen, Grundsätze und Leitbild
Der AWO Ortsverein Strausberg führt seit 1992 Feriencamps durch. Grundlage sind unsere selbst erarbeiteten Grundsätze und das Leitbild der AWO Kinder- und Jugendreisen Strausberg (LINK setzen). Seit dieser Zeit entstand ein Stamm von 50 Betreuern. Die Betreueraus- und -weiterbildung orientiert sich an

- den Leitsätzen des Bundesforums für Kinder- und Jugendreisen
- der Qualitätskriterien des Fachverbandes für Jugendreisen - Reisenetz
- dem pädagogischen Konzept des AWO Bundesjugendwerkes
- den Qualitätskriterien der Aktion GUT DRAUF (Label der BzgA)
- den Ausbildungsinhalten der Jugendleitercard des Landes Brandenburg
- dem erreichten Gütesiegel „Servicequalität Brandenburg Stufe I“
- den Qualitätsstandards des Landkreises Märkisch-Oderland

Die Ausbildung wird durch die AWO Strausberg in Verantwortung des Vereinsvorsitzenden Uwe Prinz (Diplomsozialarbeiters/Sozialpädagogen, Erlebnispädagogen und Trainer der BzgA im Projekt GUT DRAUF) durchgeführt. Er besitzt eine fast 20jährige Erfahrung und hat rund 30 Freizeiten selbst geleitet. Er leitet den Bereich AWO Kinder- und Jugendreisen Strausberg ehrenamtlich. Die Umsetzung der Schulung erfolgt durch die erfahrensten Betreuer – unser Ausbildungsteam des Jugendwerkes der AWO Strausberg.

Unsere Schwerpunkte für die Gestaltung erlebnisreicher Ferien sind:
Soziales Lernen
GUT DRAUF
Spiel- und Erlebnispädagogik

Der Ansatz GUT DRAUF, ein Projekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung findet seit 2004 bei uns Anwendung in allen Freizeiten. GUT DRAUF heißt BEWEGUNG, die Spass macht, gesunde und leckere Ernährung und ERHOLUNG und ENTSPANNUNG. Diese Hauptsäulen finden sich in verschiedensten Programmbausteinen, die über den Tag als Spannungsbogen aufgebaut sind. Nunmehr verbinden wir dies mit unseren o.g. Schwerpunkten.

2. Ziele der Betreueraus- und weiterbildung
- die Motivation und soziale Kompetenzen von sozial Engagierten zu stärken,
- Betreuerkompetenzen und damit verbunden umfassendes pädagogisches, rechtliches und organisatorisches Wissen zu vermitteln,
- pädagogisches Handwerkszeug und Fertigkeiten zu erlernen, zu trainieren und zu festigen,
- Anregungen für den Campalltag zu geben und
- die Teams zu festigen
- Campleiter und Führungskräfte zu entwickeln.

Selbsterfahrung in der sozialpädagogischen Gruppenarbeit, im Rahmen von GUT DRAUF und der Spiel- und Erlebnispädagogik und bildungspolitische Jugendwerksarbeit sind ebenfalls Bestandteil der Zielsetzung. In der Betreuerschulung sollen sich die Teams finden, ausprobieren und festigen. Die Schulung soll Spaß machen und Enthusiasmus erzeugen. Als AWO sind wir gemeinnützig und selbstlos tätig, Unsere Kinder- und Jugendreisen werden vom Vereinsvorsitzenden und den Jugendwerksbetreuern ehrenamtlich organisiert. Wir finanzieren lediglich eine Bürostelle für die Buchungen mit 10 Stunden.

3. Wie werde ich Betreuer?
1. Schritt:    schriftliche Bewerbung     (hier auf der Webseite mit dem Formular) LINK setzen
oder anrufen 03341-311968, 0172-3044067
2. Schritt    Rückruf durch AWO Büro, Telefoninterview (Gründe, vorhandene Kompetenzen...)
3. Schritt    Teamertreffen mit allen Neuen in Strausberg/Berlin + Jugendwerksvertreter (2 Std.)
4. Schritt    Erstschulung-Hauptschulung-fakultative Schulungen
    Einsatz


4. Betreuervoraussetzungen

Das qualifizierte Betreuerteam ist eine der Grundlagen erfolgreicher Kinder- und Jugendreisen. Wer diese Verantwortung übernimmt, muss sich dessen bewusst sein. Campleiter und Betreuer sind Repräsentanten der AWO.

Ab 16 Jahre ist der Einsatz als Betreuerhelfer möglich. Vorrang haben langjährige Teilnehmer. Die Leitung einer Gruppe erfolgt gemeinsam mit einer Betreuer, der die rechtliche Verantwortung trägt.

Ab 18 Jahren ist der Einsatz als Betreuer in alleiniger rechtlicher Verantwortung möglich.

Campleiter müssen die Jugendleitercard besitzen und sollten mehrjährige Betreuererfahrung oder eine sozialpädagogische Ausbildung (oder angrenzende Fachrichtungen) haben. Sie können sich auch in der Ausbildung befinden. (mind. 4. Semester) Alle auf Betreuer zutreffende Aussagen gelten für die Campleiter.

Der Träger muss den Betreuer persönlich kennen und die Fähigkeit zum Betreuereinsatz einschätzen. Nach einem standardisierten Telefoninterview erfolgt ein persönliches Erstgespräch durch den Vorsitzenden oder den Jugendwerksvorstand. Danach wird der Bewerber in die Betreuerrundmail aufgenommen und erhält so alle wichtigen Informationen.
Alle Betreuer müssen an den jährlichen Betreuerschulungen teilnehmen. Diese wird nachgewiesen. Ausnahmen sind auf Grund beruflicher oder anderer wichtiger Gründe im Einzelfall bei erfahrenen Betreuern möglich. Darüber entscheidet der Vorsitzende. In den letzten 2 Einsatzjahren muss 1 Schulung erfolgt sein.

Betreuer müssen die Aus- und Weiterbildungsdokumentation als Handlungsgrundlage kennen.

Unabhängig von der Betreuerweiterbildung wird der Campleiter individuell eingewiesen.

Betreuer sollten den Führerschein besitzen.

ALLE Betreuer müssen eine gültige erste Hilfeausbildung nachweisen und spätestens bis 2 Wochen vor Campbeginn ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Die Kosten dafür übernimmt die AWO.

Betreuer dürfen nicht alkohol-, medikamenten- oder drogenabhängig sein. Sie müssen frei von ansteckenden und meldepflichtigen Krankheiten gemäß Infektionsschutzgesetz sein. Sie müssen körperlich, geistig und psychisch in der Lage sein, Betreuerverantwortung zu übernehmen. Dies setzt Teamfähigkeit voraus.

Eine Betreuertätigkeit schließt fremdenfeindliche, rechtsradikale, gewalttätige, pädophile oder sexistische Einstellungen und Handlungen aus. Sie dürfen keinen Eintrag im Melderegister haben.

Betreuer mit besonderen Fähigkeiten (sportlich, kreativ, künstlerisch, sprachlich ...) werden sehr gern einbezogen. Sie können und sollen ihre Kompetenzen in die Reisen tragen und in der Gemeinschaft ausprobieren.


5. Betreuerkompetenzen
Fachkompetenz
- Pädagogische, sozialpädagogische, erlebnis- und spielpädagogische Grundkenntnisse
- Sport-, und Bastelkompetenz
- Geschichten und Märchen erzählen können, keine Scheu vor dem Singen und Tanzen
- Rahmen gestalten können – gemeint ist das tägliche Allerlei (Wecken, Aufräumen, Tischdienst, Koffer packen usw.)
- Fachkompetenz im Medium (Klettern, Kanu, Segeln, Ski fahren, ...)
- Rechtliche Grundkenntnisse (Aufsichtspflicht, Hygiene, Reiserecht)
- Medizinische Grundkenntnisse (1.Hilfekurs)
- Trägerkenntnis (Geschichte, Leitbild, handelnde Personen)

Soziale Kompetenz
- Kontaktfreudigkeit, Aufgeschlossenheit, Toleranz, Emotionalität
- Teamfähigkeit, Motivationsfähigkeit, Führungsfähigkeit
- Kommunikationsfähigkeit, Wahrnehmungsfähigkeit
- Empathie (Einfühlungsvermögen), Trösten können, Verständnis haben, Gerechtigkeitssinn

Strategische Kompetenz
- Organisationsfähigkeit
- Problemlösungs- und Entscheidungsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen
- Kostenbewusstsein

Individuelle Kompetenz
- Fähigkeit zur Selbstkritik, Eigenmotivation, Engagement, Verantwortungsbereitschaft
- Konfliktfähigkeit, Reflexionsvermögen, Selbstorganisationsfähigkeit
- Flexibilität, Kreativität, Ideenvielfalt, Spontaneität
- Spaß haben wollen und Späße aushalten können, Humor
- Sollte authentisch sein, keine Rolle spielen, sich selbst nicht so wichtig nehmen
- Hohe physische und psychische Belastbarkeit (mit wenig Schlaf auskommen können)

Interkulturelle Kompetenz
- Beschreibungs- und Erklärungsfähigkeit in Bezug auf eigen-, fremd- und interkulturelle Prozesse,
- Fremdsprachenkenntnis

Diese Kompetenzen haben sich in den letzten Jahren als wichtig herauskristallisiert.

Einen perfekten Betreuer gibt es jedoch nicht!

Dabei wissen wir, dass neue Betreuer Zeit benötigen, sich diese Kompetenzen schrittweise im Team anzueignen. Wir unterstützen die neuen Betreuer, indem sie mit erfahrenen Betreuern gemeinsam arbeiten und wir offen für alle Fragen sind.

6. Organisation der Schulungen
Erstschulung        04.-06.05.2012    Frei-So    Strausberg    20 Std.
Mit den neuen Betreuern, die in jedem Jahr einsteigen oder mit Betreuerhelfern ab 16 Jahre und mit Betreuern, die erst einmal mitwaren und für Campleiter wird ein Grundlagen- und Wiederholungskurs durchgeführt. Dabei geht es vorrangig um die Vermittlung der Grundsätze der AWO-Kinder- und Jugendreisen, rechtlicher und pädagogischer Grundlagen und das Wecken von Verständnis für die Aufgaben der Arbeiterwohlfahrt. Das gegenseitige Kennenlernen steht im Vordergrund und der Einstieg in das Betreuerleben.

Hauptschulung    25.-28.05.2012    3 ÜN/VP    Beeskow    35 Std.
für alle Pflicht!-ohne kein Einsatz (Ausnahmen im Einzelfall entscheidet der Vorsitzende)
Jedes Jahr zu Pfingsten findet die viertägige Schulung mit 3 Übernachtungen in einem AWO GUT DRAUF Haus in Beeskow oder Kemlitz bei Luckau statt. Hier gibt es immer ein Hauptthema, welches mit GUT DRAUF-Methoden verknüpft wird.

Folgende Themen werden in den Betreuerschulungen grundsätzlich behandelt:
- Sozial-, erlebnis- und spielpädagogische Grundlagen
- Reiserecht, Aufsichtspflicht, Jugendschutz
- Kommunikation
- Sexualität und Hygiene
- Mediation
- GUT DRAUF Konzept
- Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Reise
- Krisen – und Notfallmanagement
- Finanzierung, Abrechnung, Nachweisführung
- Jugendwerksarbeit

GUT DRAUF Aktionstag in Strausberg 
- praktische Umsetzung von GUT Drauf im Rahmen einer Tagesaktion mit Kindern

Erlebnispädagogische Schulung    fakultativ    vorauss. Familiengarten Eberswalde
- Grundlagen der Erlebnispädagogik
- Erlernen der klettertechnischenAbsicherung von Kletteraktionen
- Selbsterfahrung
- Bau und Betreuung von Niedrigseilelementen
- Materialkunde
- Sicherheitskonzept

Externe GUT DRAUF Schulung durch die BzgA
Jedes Jahr schicken wir 3-5 Betreuer zur GUT DRAUF Basisschulung der BzgA. Man erhält das GUT DRAUF Teamerzertifikat und wird vorrangig in GUT DRAUF Reisen der AWO eingesetzt.

1. Hilfe
Jeder Betreuer muss eine Ausbildung in der Ersten Hilfe nachweisen (16 Std.! - der Kurs für die Fahrerlaubnis reicht nicht aus! Dieser geht nur 8 Std. und beinhaltet nur die lebensrettenden Sofortmaßnahmen). Der Nachweis darf nicht älter als 3 Jahre sein. Die Ersthelferausbildung führen verschiedene Anbieter durch. Der Betreuer muss sich darum selbst bemühen. (DRK, ASB) Die Kosten werden nicht übernommen.

Wir nehmen gern Betreuer mit Erfahrungen und/oder die bereits die JULEICA haben auf. Dies ersetzt jedoch bei uns nicht die Schulung!

Wir wünschen uns Betreuer, die möglichst mehrere Jahre bei uns bleiben.

7. Kosten
1. Hilfe Kurs                                    30,00 - 40,00 € je nach Anbieter
AWO Erst- und Hauptschulung         40,00 €
Erlebnispädagogische Schulung        40,00 €

8. Was verdiene ich als Betreuer?
Wenn es nach dem Wort „verdienen“ ginge, dann müßten Betreuer viel Geld bekommen. Sie leisten eine verantwortungsbewußte Arbeit und sind fast rund um die Uhr im Einsatz. Im Interesse der Beteiligung von Kindern aus sozial benachteiligten Elternhäusern wollen wir die Elternbeiträge in unseren eigenen Inlandcamps sozial verträglich gestalten. Unsere Betreuer bekommen eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 10,00 €, Campleiter erhalten 13,00 € pro ÜN.


9. Jugendwerks-Jahrestreffen
Leuchtende Kinderaugen, Tränen beim Abschied, Grilleinladungen der Eltern als Dank an die Betreuer und tolle Bewertungen sind der Dank der Teilnehmer. Unglaubliche und vielfältige Erlebnisse, Eindrücke, die man nicht vergißt, die Entwicklung von Teams, wenig Schlaf der Betreuer und ein Superzusammenhalt der Betreuerteams -all das und noch viel mehr sind Kinder- und Jugendreisen der AWO. Sie machen Spass! Damit unsere Betreuer sich auch auf das nächste Jahr freuen können, treffen wir uns im Winter zum Jugendwerks-Jahrestreffen, werten die Camps aus, bereiten die neue Saison vor und feiern uns selbst. Das haben wir uns verdient!